Über…

Werner Vogt ist ein gestandener Musiker, der seit vielen, vielen Jahren mit seinen Bands durch Deutschland zieht und immer wieder auch mit Platten kleinere Erfolge erzielen konnte. Die progressive Formation Virus aus den siebziger Jahren beispielsweise läuft mit ihrem Hit „King Heroin“ und der LP „Thoughts“ auch heute noch um die Welt und gerade erst ist bei der französischen Firma „Longhair Records“ eine Neuauflage auf den Markt gebracht worden. Eine fantastische Rezension erschien kürzlich im Magazin „Eclipsed Nr. 9/2013.“ Er hat mit Skyline und George Kochbek 1975 die LP „Louise for one night“ aufgenommen, die ebenfalls erst vor einigen Jahren bei Garden of Delights als CD neu aufgelegt wurde. Von Klangmix, dem von Udo Lummer und Werner Vogt gegründeten Duo, erschien 2013 die 28-Titel-CD „Mach mal Licht“ bei Bellaphon. Ebenfalls bei Bellaphon kam im September 2012 die CD „Rock `n` Roll Denkmal“ heraus, die Werner Vogt mit Mickey Meinert zusammen produziert hat, mit dem er gleichzeitig auch recht erfolgreich als Duo auftritt.

Aber er hat immer noch nicht genug!

Weit über 40 Jahre auf den Brettern, die angeblich die Welt bedeuten, haben Spuren, Bilder, Sprachfetzen und ein ganzes Bündel voller Eindrücke hinterlassen, die unaufhörlich wirken, drücken und zumeist als Songs wieder in die Luft wollen…
Mit seiner nagelneuen Tanglewood-Gitarre erschien er vor gut 2 Jahren im Maschinenraum-Studio von Tino Bubig und nahm ganz allein das, was er eigentlich schon immer wollte, nur die Gitarre mit seinem Gesang und einer leichten Computerdrum-Unterstützung, auf. Das Ergebnis war besser als er erwartet hatte und mit der filigranen künstlerischen Unterstützung von Gitarrist Peter Weihe und Keyboarder Achim Meier (Helene Fischer) entstanden jüngst so drei wunderbare Stücke, die sich hören lassen können.
Er nuschelt und sprechsingt gekonnt, fast schon lyrisch, vor sich hin und die Melodien und Stücke, die dabei entstehen, haben mehr als nur das gewisse Etwas. Es geht um die Aufarbeitung der eigenen Geschichte, um Liebschaften, um den grauen Alltag und andere Banalitäten des täglichen Lebens, mit denen letztlich jeder so oder anders irgendwann mal zu tun hat. Vergleichbares in deutscher Sprache gibt es nicht. Die Songs haben etwas so radikal Eigenständiges, wie man es lange nicht mehr gehört hat. Es ist kein Mainstream, beileibe nicht, aber auch wieder nicht so abseitig, dass man es als avantgardistisch bezeichnen müsste. Alles lässt sich gut anhören und bleibt hängen. Die Formulierungen sind geschliffen und manches kriegt man nicht mehr aus dem Kopf.
Alle Stücke haben überdies diesen poetischen Ansatz, der nichts von uns will, und nur aus sich selbst heraus Ästhetik generiert.
Vielleicht hängt diese Herangehensweise an Musik und Text mit seinem Beruf zusammen. Werner Vogt ist seit vielen Jahren als Verwaltungsrichter am Mindener Verwaltungsgericht tätig und die Arbeit mit Texten ist sozusagen sein täglich Brot. Nun ist es allerdings schon ein gewaltiger Unterschied, ob man sich mit dem Leben schlechthin oder mit Straßenbaukosten, Nachbarstreitigkeiten, Kindergartenbeiträgen oder ähnlichen Materien beschäftigt. Andererseits macht es durchaus Sinn, das alles zusammenzufügen und zu einem großen, griffigen Bild der Welt zusammenzustellen.Nicht mehr und nicht weniger sollen die Versuche in Musik sein. Sie gehören einfach dazu, zu seinem Leben als Verwaltungsrichter, als Vater von inzwischen sechs Kindern (vier Jungen, zwei Mädchen – der jüngste Sohn ist gerade drei Jahre alt) und fügen sich für ihn irgendwie völlig selbstverständlich ein in das, was Leben ausmacht.

4 Gedanken zu „Über…“

  1. Danke Svenja, für deinen Kommentar, den ich erst jetzt entdeckt habe. Es gibt zwar einen Live-Auftritt am 24.01.2015 in Blomberg mit Mickey Meinert, aber leider nicht hier. Du kennst doch sicher den alten Satz: “Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.” Der gilt auf mich bezogen auch in diesem fall.

    Liebe Grüße

    Werner

  2. I`m happy to tell ya: Es steht wieder ein Liveauftritt fest. Am 24.01.2015 geht´s ab, und zwar in Blomberg in Andrea Plats Weingeschäft. Dort werde ich zusammen mit Mickey Meinert auftreten, mit dem ich mir den Abend teilen werde. Ich freue mich wahnsinnig. Endlich mal wieder Bühnenluft schnuppern und für drei Stunden weg von der Bettkante.

  3. Hallo Werner,

    hey – der Herforder Bürger KURT.jun ist seit 30 Jahren als der Zigeuner auf dieser Welt unterwegs.

    Was du da in 2015 für diese Welt singst, hätte ich in 1982 nie geträumt !

    Meine persönliche Hochachtung und die Hoffnung zum weiteren Wachmachern für uns Träumer !

    Gruss aus der Schweiz …

    Kurt.jun

    +49.1634393986

    k.boehmer@gmx.com

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Rock'n'Roll Denkmal